Orientalischer Traum kam in Frankfurt auf Platz 1 |
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| Die "Märchenhaften Träume" aus Arnsdorf/DD entstanden als Motiv für eine fiktive Anzeigenkampagne der Heimtextilien-Industrie. Inzwischen preisgekrönt, wird das Exponat von der Firma zielgerichtet zur Werbung genutzt; auch auf der "Haus"- Messe in Dresden. | ![]() |
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| Weinrot, Violett mit trendigem Grün kombiniert. Diese Farben
nutzten Katja Beyer und Cathleen Sander, um "aus Träumen Wirklichkeit zu
machen" und darin versinken zu können. Die beiden überzeugten mit Ihrer Arbeit
"Märchenhafte Träume" Anfang des Jahres beim bundesweit ausgeschriebenen
Innovations-/Nachwuchswettbewerb auf der Frankfurter Heimtextil, einer Fachmesse des
Verbandes der Deutschen Heimtextilien Industrie e.V. und holten sich dort den ersten
Preis. Die Dresdnerinnen Katja und Cathleen arbeiten bzw. lernen im Arnsdorfer Raumausstattungsunternehmen Schwarzmeier. Wer bei diesem Firmenname meint, es handele sich um ein erst jüngst in Arnsdorf ansässig gewordenes Unternehmen, ist auf dem Holzweg. Raumausstattermeister und Restaurator Jürgen Schwarzmeier ist Arnsdorfer und übernahm die Firma 1986 von seiner Mutter. Er führte den Betrieb damit in der vierten Generation als Familienunternehmen.1886 war es als Polsterei aus der Taufe gehoben worden. Da der private Betrieb immer verhältnismäßig klein war, hat er auch die DDR-Zeit unbeschadet überstanden. "Aber in der DDR gab es kein Interhotel, in dem wir nicht gepolstert haben", sagt Florentine Schwarzmeier, Ehefrau des Firmenchefs und als Innenarchitektin für Gestaltung zuständig, nicht ohne Stolz. Doch auch Aufträge aus jüngster Vergangenheit sprechen für den guten Ruf der Firma. Auf der Referenzliste stehen der Sächsische Landtag und die Staatskanzlei ebenso wie die Dredner Hotels Hilton, Taschenbergpalais, Bellevue sowie Schloss Eckberg. Und längst schon umfasst das Tätigkeitsfeld der Arnsdorfer Fachleute nicht mehr nur die Polsterei. "Wir verlegen auch Fußbodenbeläge der verschiedensten Art, befassen uns mit Fensterdekorationen und textilen Wandbespannungen und arbeiten alte Möbel auf", erzählt Florentine Schwarzmeier. Zehn Mitarbeiter stehen dafür zu Verfügung. Verlangt werden von ihnen künstlerisches Empfinden, Kreativität, handwerkliches Können und manchmal auch körberlich schwere Arbeit. Diesem Anspruch müssen auch Katja und Cathleen gerecht werden. Beide wussten, auf was sie sich einließen, als sie sich für den Beruf einer Raumausstatterin entschieden, denn dieser Entscheidung war ein Praktikum in Arnsdorf voraus gegangen. Und sie bereuten die Berufswahl nicht. Doch wäre Cathleen von Schwarzmeiers kaum als Lehrling akzeptiert worden, wenn bei ihr erst die Lehrzeit aus "zwei linken Händen" rechte gemacht hätte, wie die Absolventin des Radeberger Humboldt-Gymnasiums lachend ihren Werdegang zur Wettbewerbssiegerin in Frankfurt beschreibt. Quelle: aus Rund um Dresden, Ausgabe: 23.01.2001, Text: Bernd Lichtenberger |
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